Begehren ist auch eine Frage der Macht. So wird Sexarbeit zur Dokumentation und körperliche Irritation zum Ausgangspunkt für eine absurde Mischung aus Camp und Gesellschaftskritik. Dazu bringen Fesselspiele bringen Lust und Kontrolle zusammen, während eine unerwartete Begegnung mit zwei Bischöfen für Humor sorgt. Sechs Kurzfilme, in denen die Lust dunkel aufzieht und sich zwischen Kontrolle und Absurdität entlädt.
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Intimacy Wettbewerb
No Refunds ist ein unmittelbarer, verwobener Abstieg in die transaktionalen Dynamiken intimer Begegnungen, erzählt durch die Sprache von Körpern, Laken und Spiegelungen, wo die Käuflichkeit queerer Sexarbeit schonungslos offengelegt wird. Indem der:die Filmemacher:in gleichzeitig die Rollen des:der Kund:in und des Publikums einnimmt, verschwimmen die Grenzen zwischen Dokumentarfilm und Performance und legen die Künstlichkeit offen, die sowohl der Sexarbeit als auch dem Akt des Filmemachens innewohnt.
8' E/e

Ein maskierter Mann taucht in die Schatten eines abgelegenen Darkroom-Clubs ein. Lautsprecher vibrieren, während Körper im Rhythmus der Industrial-Musik aufeinandertreffen. Inmitten der Menge trifft sein Blick auf einen Jungen mit einem herausfordernden, hypnotischen Blick. Ihn zu besitzen, wird zu einem alles verzehrenden Bedürfnis – doch diese Obsession wird zum Gefängnis, in dem Jäger und Beute gleichermassen zu Gefangenen ihrer eigenen Begierde werden.
Warnhinweis: Würgen
13' SP/e

In Weiss gehüllt erwartet April Flores unschuldig Calbas sadistische Berührung. In Calbas Seile genommen, lässt sich April spielerisch von Calba vereinnahmen und kichert dabei unentwegt. Gefesselt und hochgezogen liefert April ein saftiges Finale, in dem Calbas Faust eine zentrale Rolle spielt.
Inhaltshinweis: Fisting
7' E

Zwei gespiegelte Momente, zwei sexuelle Begegnungen, ein Jahr voneinander entfernt gefilmt. Zwischen diesen Fragmenten bewegt sich der Film in nicht-linearen Übergängen und folgt der Wandelbarkeit von Identitäten und Begehren. Das Wasser fliesst mit ihren Körpern und offenbart eine Intimität, die nicht inszeniert, sondern über die Jahre hinweg gespürt wird.
11' F/No Dialogue

Sind zwei Bischöfe einer zu viel? Oder genau richtig? Ein lustiger, heisser und (sehr) homosexuell-queerer Film darüber, was passieren kann, wenn man einfach die Tür öffnet… und sie dann nicht mehr schliessen kann.
14' E

FISTULE entführt das Publikum in eine Welt, in der eine Analfissur als dramatischer Ausgangspunkt dient und die Absurdität gesellschaftlicher Normen mit einer Mischung aus Tragödie, Camp und Sexualität offenlegt.
Inhaltshinweis: Anal-Fisting, Blut
17' E/e
